Pflegestufen

Pflegestufen2Die Kosten für die von uns erbrachten Pflegeleistungen werden entweder  im Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung oder vom Amt für Soziales und Wohnen übernommen.
Von der Pflegestufe ist abhängig, in welchem Umfang Leistungen durch einen Kostenträger finanziert werden.

Nach §36 und §123 SGB XI werden vier Pflegestufen definiert:   

 

  • 0 Mit der Pflegestufe 0 sind die Patienten ohne Pflegestufe gemeint, deren Pflegebedarf noch unter 45 Minuten Grundversorgung am Tag liegt. Diese Menschen sind keiner der drei Pflegestufen (1, 2 oder 3) zugeordnet. Patienten mit eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenzkranke) erhalten Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung in Höhe von monatlich 225 €. Personen ohne eingeschränkte Alltagskompetenz haben keinen Anspruch auf einschlägige Leistungen. 
  • 1 Pflegebedürftige der Pflegestufe I, die zu Hause von ambulanten, zugelassenen Pflegediensten versorgt werden, können Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung erhalten. Bei Pflegestufe I zahlt die Pflegeversicherung der Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz 665 € im Monat (ohne eingeschränkte Alltagskompetenz 450 €)
  • 2 Pflegestufe II: 1250 € und 1100 € monatlich,
  • 3 Pflegestufe III: 1550 € monatlich (beide Patientenkategorien).

 In besonderen Härtefällen kann die Pflegekasse Pflegeeinsätze im Gesamtwert von bis zu 1918 € übernehmen. Ein Härtefall liegt vor, wenn der Pflegeaufwand das Maß der Pflegestufe III weit übersteigt, z. B. im Endstadium einer Krebserkrankung, bei schwerer Ausprägung der Demenz, bei Patienten im Wachkoma oder wenn im Endstadium von Krebserkrankungen regelmäßig mehrfach auch in der Nacht Hilfe geleistet werden muss.
Ab dem 1. Januar 2013 erhalten Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, die ohne Pflegestufe (Pflegestufe 0) sind, monatlich ein Pflegegeld von 120 € oder Pflegesachleistungen von bis zu 225 €.
Bei Einschränkungen der Alltagskompetenz stehen Bedürftigen Betreuungsleistungen nach §45b SGB XI zu. Sie können sowohl durch einen Pflegedienst als auch durch Angehörige erbracht werden.
Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können sich auch flexibler gemeinsam mit den Pflegediensten auf die Leistungen verständigen, die sie wirklich brauchen, sie sollen Zeitvolumen wählen und entscheiden können, welche Leistungen darin erbracht werden sollen.
Das Verfahren zur Abwicklung der Pflegeleistungen ist ganz einfach. Jedoch wird dies einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir helfen Ihnen bei der Vorbereitung aller einschlägigen Unterlagen.


 

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne von 08:00 bis 18:00 Uhr unter den folgenden Telefonnummern zur Verfügung:

0221 - 28 70 771

Unser Pflegeleitbild

Der ambulante Krankenpflegedienst Natalie GmbH bietet menschlich und fachlich fundierte Begleitung im Umgang mit veränderten Lebenslagen an. Der Respekt vor der Persönlichkeit des Pflege- und Hilfsbedürftigen mit seinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen steht im Mittelpunkt unserer pflegerischen Arbeit.
Die Leistungen des ambulanten Krankenpflegedienstes Natalie GmbH sind vielfältig. Unsere Arbeit umfasst die ganzheitliche Erfassung von körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Problemen und Ressourcen mithilfe des Betroffenen und deren Angehörigen, um daraus einen individuellen Pflegeplan für jeden Kunden zu erarbeiten und umzusetzen. Dieser spiegelt sich in der Pflegedokumentation wieder, die unseren Kunden jederzeit zur Einsicht vorliegt. Wir stellen die Pflegequalität durch ausschließlich examinierte Pflegefachkräfte sicher.
Wir arbeiten nach dem Prinzip der Bezugspflege, so dass ein häufiger Wechsel von Pflegekräften vermieden wird. So wird ein Vertrauensverhältnis zwischen unseren Kunden und unseren Mitarbeitern sichergestellt.


Hier können Sie Meinung, Wünsche und Anregungen bezüglich des Pflegedienstes Natalie loswerden.


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Pflegemethoden

Pflegemethoden2Wir setzen das Pflegeprozessmodel nach Monika Krohwinkel um, welches systematisch anhand sechs logisch aufeinander folgender Schritte bei der täglichen Pflege des Kunden umgesetzt wird, um seine Selbständigkeit solange wie möglich zu erhalten und zu fördern.
Monika Krohwinkel ist eine berühmte deutsche Pflegewissenschaftlerin. Sie veröffentlichte erstmals 1984 ihr konzeptionelles Modell der Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL). Das Modell wurde in einer 1991 abgeschlossenen Studie erprobt und weiterentwickelt. Diese Studie war die erste von einer Pflegenden durchgeführte wissenschaftliche Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit in Deutschland.
Ausgangspunkt des Modells sind die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen. Das Pflegemodell basiert auf den Komponenten, die in sich jeweils einen Bereich der Pflege abdecken.


  • Man fördert die Beziehung und unterstützt die Kommunikation. Die Bewusstseinslage in Bezug auf Personen, Zeit und Raum, das Erinnerungs- und Konzentrationsvermögen gehören ebenso dazu wie die Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich mitzuteilen.
  • Man fördert die allgemeine Beweglichkeit und gibt Hilfen, z.B. beim Lagewechsel, Aufstehen, Sitzen und Gehen. Dazu gehört die Körperbewegung innerhalb und außerhalb des Bettes. Auch Gleichgewicht und Gleichgewichtsstörungen sowie Lagerungen fallen in diesen Bereich, wobei in diesem Zusammenhang gefährdete Körperregionen beachtet werden.
  • Man fördert die Atemfähigkeit, den Kreislauf sowie die Wärmeregulation usw. Hierzu zählt Krohwinkel alles, was mit Atmung zu tun hat, z.B. Atemverhalten, Husten, Verschleimung, Infekte, Atemstörungen, Atemnot.
  • Man fördert und unterstützt die individuelle Körperpflege. Hierbei wird auf den Hautzustand, die allgemeine Hautpflege und die spezielle Hautpflege geachtet. Beim Waschen des Patienten wird darauf geachtet, ob sich jemand selbständig waschen kann oder dabei Hilfe benötigt. Es wird dabei die Pflege im Hinblick auf einzelne Körperbereiche unterschieden.
  • Man unterstützt die Patienten bei ihren individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten in Bezug auf Essen und Trinken. Beim Essen beachtet man die Menge der Nahrungsaufnahme, den Appetit und das Geschmacksempfinden des pflegebedürftigen Menschen sowie die Art der Nahrungszubereitung. Beim Trinken beachtet man, wie Flüssigkeiten aufgenommen werden und wie groß die Trinkmenge ist, die der pflegebedürftige Mensch zu sich nimmt. Auch die Zähne spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.
  • Ausscheiden. Hier steht die Förderung der Kontinenz im Mittelpunkt. Ferner werden Pflegehilfen zur Bewältigung individueller Inkontinenzprobleme gegeben.
  • Sich kleiden. Hierbei achtet man auf die individuellen Bedürfnisse bezüglich Kleidung und versucht, die Unabhängigkeit in diesem Bereich zu fördern. Man beachtet die bevorzugte Kleidung tags- und nachtsüber. Es gehört hierzu auch die Unterstützung beim An- und Auskleiden.
  • Pflege leistet Unterstützung bei den individuellen Ruhe- und Erholungsbedürfnissen. Man versucht, einen physiologischen Schlaf-Wach-Rhythmus zu fördern und unterstützt die älteren Menschen bei der Bewältigung von Schlafstörungen. Ebenso wichtig sind Phasen der Ruhe und der Entspannung und gewünschte Ruhepausen der Betroffenen.
  • Sich beschäftigen. Bei diesem Lebensbereich spielen die Tagesgestaltung, Hobbys, Interessen, selbständige Aktivitäten eine Rolle sowie die Aktivitäten, die zusammen mit anderen Personen unternommen werden.
  • Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen. Hierbei meint Krohwinkel, dass Pflegepersonen die Patienten begleiten in der Auseinandersetzung mit existentiellen Erfahrungen wie Angst, Isolation und Ungewissheit. Pflege unterstützt ebenso bei existenzfördernden Erfahrungen wie Integration, Sicherheit, Hoffnung, Wohlbefinden und Lebensfreude.
  • Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen. Hier ist gemeint, dass man auch die allgemeinen Selbstpflegefähigkeiten des Menschen fördern soll. Man unterstützt sie im Bereich einer sicheren Lebensführung. Dazu gehört neben der Haushaltsführung auch die psychische Sicherheit. Man fördert die Patienten, falls es notwendig ist, bei der Gestaltung ihres Wohnbereiches.
  • Soziale Bereiche des Lebens sichern. Bei diesem Lebensbereich unterstützt man ältere Menschen darin, bestehende Beziehungen aufrechtzuerhalten, und versucht, ihre Integration in ein selbstgewähltes soziales Umfeld zu fördern und sie vor sensorischen Deprivationen und Isolation zu schützen.

 

Hier können Sie Meinung, Wünsche und Anregungen bezüglich des Pflegedienstes Natalie loswerden.